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Wenn die Sterne am Taghimmel aufgehen und die Nacht sich schlafen legt…

Canon EOS 40D – meine Kamera

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Martin hat mich gebeten einen Gastbeitrag über “meine” Kamera zu schreiben. Dies habe ich gerne getan und es wird nicht mein letzter Eintrag bleiben!

Ich bin seit einem dreiviertel Jahr Besitzer einer Canon EOS 40D. Davor hatte ich eine S3 IS und eine IXUS II. Die 40D ist eine der neueren Kameras der EOS-Reihe – seit kurzem ist die 450D, die 1000D und demnächst wohl der Nachfolger der 5D zu haben – vom Anspruch her, die “Beste” mit dem APSC-Sensor, direkt unterhalb der vollformatigen 5D angesiedelt.

Vor kurzem bin ich gefragt worden, wie viele Megapixel meine Kamera hat – worauf ich so spontan keine Antwort parat hatte. Ich grübelte kurz darüber nach,kam zu der Erkenntnis, dass es für mich vollkommen bedeutungslos ist. Jetzt habe ich es einmal nachgelesen: Der APSC-Sensor hat eine Auflösung von 3888×2592 Pixel, dies entsprich zirka 10,1 Megapixel. Je nach Bildinhalt sind das im RAW-Format, welches ich ausschließlich benutze, gleich mal zehn bis fünfzehn Megabyte pro Bild.

Viel mehr gibt es für mich andere Faktoren, die eine Kamera zu “meiner Kamera” machen.

Betrachtet man das ganze relativ nüchtern, so ist meine Kamera auch nur ein “Ding”, dass die Welt mit Hilfe eines Objektives in ein digitales Rauschen abbilden kann. Aber ein Ding, dass bei jeder Aufnahme in meiner Hand liegt, sich an mein Gesicht anschmiegt, meine Nase verdrückt – auf dessen Display ich meine “Abdrücke” hinterlasse, das muss schon ein “besonderes” Ding sein.

Das wichtigste für mich – Fühlen, besser gesagt Wohlfühlen. Die Kamera muss gut in der Hand liegen. Die 40D ist größer als die 400D oder 450D, für mich ein wichtiges Kriterium, da ich große Hände habe. Ich muss sie gut spüren können die Kamera, ich muss sie im Griff haben. Und das habe ich, denn das Gehäuse ist wohl geformt und an den Griffstellen mit einem Gummi überzogen, nicht zu leicht, keinesfalls wirkt sie zerbrechlich oder gar wie aus “Plastik”.

Ich mag es einfach, ich mag es klar strukturiert. Diese Kamera, die Canon EOS 40D, die hat es. Ihre Räder, drei an der Zahl. Das Moduswahlrad, das Hauptwahlrad und das Schnelleinstellrad, dazu der Multikontroller, die Knöpfe und die Anordnung der Bedienelemente, das ist wohl überlegt und ergonomisch. Ein Griff, ein Dreh, ein Drücker und alles gehorcht mir. So muss es sein.

Zur Kontrolle der aktuellen Einstellungen verfügt die Canon EOS 40D über eine LCD-Anzeige auf der rechten Oberseite des Gehäuses. Davor sind die Tasten für die wichtigsten Einstellungen wie z.B. den ISO-Wert oder die Wahl des benötigten Weissabgleich/Messmodi angebracht.

Das 3-Zoll-Display auf der Rückseite dient der Kontrolle der aufgenommenen Bilder, es lässt sich auch bei Sonnenlicht noch gut ablesen. Die Auflösung ist vernünftig, doch gibt es einen gravierenden Nachteil, den Canon durch Firmwareupdate meines Erachtens dringend beheben sollte. Die Rückschau der aufgenommen Bilder wird nicht wie bei anderen Herstellern im Originalformat gemacht, so dass es bei dem ein oder anderen Bild schon mal am Rechner zu einer Überraschung kommen kann.

Gerade bei extremen Kamerastandorten nahe des Bodens oder auf einem Stativ erleichtert das große Display und die Live-View-Funktionalität mit eingeblendeten Hilfslinien das Arbeiten ungemein. Mittels eines USB-Kabels kann das Bild auch an die mitgelieferte Software auf den Laptop übertragen werden. Sehr praktisch.

Das Menü ist kein überfrachteter Computer mit hunderten Knöpfen, mit Menüs die tiefer sind als der Ozean, mit bunten Effekten, übertriebener Optik und sonstigen Spielereien. Eine klare Struktur, eine leicht verständliche Ordnung und die wichtigsten Funktionen vereint. Kurzum, ich kann in kürzester Zeit alle relevanten Parameter einstellen. Für den Rest habe ich das MyMenü! Ein kleiner Wermutstropfen bleibt, für eine Belichtungsreihe kann ich nur die Spreizung, aber nicht die Anzahl der Bilder einstellen.

Die Technik hinter der Kamera spielt für mich eine untergeordnete Rolle. Trotzdem hat mich Martin gebeten ein wenig näher darauf einzugehen. Der Autofokus hat neun Sensoren, die allesamt als Kreuzsensoren ausgeführt sind – schnell und effektiv arbeiten diese, separat auswählbar je nach persönlichen Vorlieben.

Die ISO-Werte kann man von ISO 100 entlang der ISO-Reihe bis ISO 1600 oder gar im High-Modus auf ISO 3200 erhöhen. Bisher hat sich gezeigt, dass wenn man die ISO-Reihe ohne Zwischenschritte (bspw. ISO 320) entlang geht, auch bei ISO 800 sehr rauscharme Fotos gemacht werden können, bei ISO 1600 entstehen auch bei “vorhandenem Licht” noch brauchbare Resultate mit einer schönen Farbwiedergabe.

Für Sportfotografen sicherlich interessant die hohe Bildrate von bis zu 6,5 Bilder pro Sekunde bei schneller Speicherkarte und im JPEG-Modus. In Verbindung mit dem APSC-Sensor bei einem Crop-Factor von 1,6 ergeben sich da interessante Objektive für den richtigen Zoombereich.

Technisch gesehen verfügt die 40D noch überein paar weitere interessante Details. So verfügt der interne Blitz über eine Leitzahl von 13, die integrierte Staubreinigung hält den Sensor sauber und der schnelle Bildprozessor verrichtet seine Arbeit wirklich zügig. USB 2.0 sind ebenso Standard wie ein Litium-Ionen-Akku, der über ausreichend Kapazitäten für ein ganzes Fotowochenende verfügt. Ich habe keinen Ersatzakku.

Für mich ist meine Kamera ein Werkzeug, das mich entspannt Bilder machen lässt, das mir das Gefühl gibt die Situation einzufangen und Bilder zu machen. Nicht mehr und nicht weniger. Zugegeben, ein geeignetes Werkzeug, ein Werkzeug mit dem ich mich wohl fühle, dessen Einsatz mir Freude bereitet, manche Bilder gehen mit einem geeigneten Werkzeug einfacher von der Hand.

Bisher habe ich den Kauf genau dieser Kamera nicht bereut und sie wird mich auch noch eine lange Zeit begleiten.

Kurzum vertrete ich die These, geht in den Laden probiert wie die Kameras in der Hand liegen, wie Ihr Eure Nasen daran platt drückt, wie Ihr Euch wohl fühlt. Probiert das Menü, versucht intuitiv die Einstellungen zu ändern, wenn Ihr dann an dem Rest auch noch Freude habt, dann solltet Ihr auf das Preisschild und den Herstellernamen schauen, den Namen sind wie Schall und Rauch und gute Technik hat jeder Hersteller. Zu Gute, als dass ich den Unterschied, die Nuancen der technischen Evolution sehen und vor allem brauche würde.

Also macht Bilder, genießt Eure Kamera.

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Written by ryanthara

8 Juli 2008 um 20:28

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